Mittwoch, 16. Januar 2013

Keine Originale, aber zum Aufhängen


Heute im  ehrenamtlichen Länggasse Secondhand-Laden wieder einmal eine goldige Message von Geschäftsführerin Nelly entdeckt:  "Bilder zum Aufhängen von Juan Miro. Kein Original..... Bitte Scheiben nicht einschlagen."

Sonntag, 13. Januar 2013

Was sagt man einem pinselschwingenden Verwandten...

...wenn man mit seiner Kunst überhaupt nichts anzufangen weiss?

Unser Leser Herr M. klagte den Kultussen unlängst sein Leid: Er wurde kurzfristig an die Ausstellung einer Verwandten eingeladen und wusste nicht, wie er auf die Bilder reagieren sollte. Nicht, weil es ihm vor Begeisterung die Sprache verschlagen hatte, sondern weil ihm die Helgen schlicht nicht zusagten. Er tat das einzig Richtige und wandte sich in seiner Not an uns. Hier also unser Erste-Hilfe-Guide in Form möglicher Aussagen für spontane Vernissagenbesuche bei pinselschwingenden Verwandten und Bekannten:


Abstrakte Kunst:

- Mir gefallen die Farben.
- Die Bilder wirken energetisch.
- Sie erinnern mich an Kandinsky/Mondrian/Pollock...
- Wie geht es eigentlich deiner Schwester nach ihrem epileptischen Anfall?
- Kaufen? Nein, die Bilder sind zwar schön, passen farblich aber nicht zu meiner Einrichtung. Ich könnte mich auch überhaupt nicht entscheiden, welches nehmen!


Abstrakter Kunst mit Schrift

- Ich kann die Schrift nicht gut lesen, was heisst das?
- Schön, so eine positive Aussage. Kunst muss ja nicht immer destruktiv sein.
- Wie kriegst du diese geschwungenen Buchstaben hin, hast du mal einen Kalligrafiekurs besucht?
- Schreibt man „Happiness“ nicht mit zwei „P“?
- Die Bilder sehen aus wie echte Mumprechts!
- Hängt nicht bei Tante xy ein echter Mumprecht?
- Ein Bild kaufen? Das wäre nicht fair meiner Mitbewohnerin gegenüber. Dein Bild würde ihre Farbflächenmalerei total in den Schatten stellen.


Farbflächenmalerei:

- Das ist ein schöner Farbton. Ist das Königsblau?
- Diese Bilder wirken sehr beruhigend.
- Bei meinem Therapeuten hängen auch solche Bilder im Wartezimmer.
- Das ist doch kein Tabu, heute geht doch jeder in Therapie!
- Sie erinnern mit an Rothko...
- Ein Bild kaufen? Nein, das würde mich zu sehr an meine Therapiesitzungen erinnern...


Stillleben:

- Eine interessante Komposition.
- Wow, das sieht ja aus wie echt!
- In diese Früchte möchte man gleich reinbeissen.
- Haben Pfirsiche und Kürbisse gleichzeitig Saison?
- Natürlich, farblich passen Pfirsiche und Kürbisse wirklich gut zusammen.
- Die Bilder erinnern mich an Anker/Cézanne/van Dyck...
- Eins kaufen? Ach, ich versuche doch abzunehmen, da würden mich deine Bilder nur zum Essen verleiten...


Landschaften:

- Oh, wo ist das?
- Ah, da war ich auch schon mal/noch nie.
- Wohnt da nicht Onkel xy?
- Diese Landschaft wirkt sehr realistisch/abstrakt.
- Malst du ab Vorlage oder stellst du vor Ort eine Staffelei auf?
- Ah, darum bist du immer erkältet...
- Ein Bild kaufen? Das muss ich mir noch überlegen, wenn ich mich schon für eine Landschaft entscheide, dann muss mir dieser Ort persönlich schon viel bedeuten...
- Natürlich darfst du mal bei mir vorbei kommen. Sobald ich aus meinem ausgedehnten Urlaub zurück bin...


Menschen- oder Tierporträts

- Den/die kenne ich.
- Du hast ihn/sie aber gut getroffen!
- Mussten sie Modell sitzen? Und die Tiere auch?!
- Sind die Nasen absichtlich länger als in Natura?
- Eins kaufen? Ich weiss nicht, in meiner Wohnung hängen doch schon Dutzende Familienporträts.
- Mich porträtieren? Vielleicht, wenn das mit den Hämorrhoiden wieder gut ist, sonst wird das Modell sitzen zur Qual...

Freitag, 11. Januar 2013

Kochen mit Kultussen: Spiegelei à la Dalí


Es mag Sie überraschen: Die Kultussen setzen sich nicht ausschliesslich mit den Bildenden Künsten auseinander. Nein, nachdem wir unsere tägliche Kunstreflexion abgeschlossen haben, verweilen wir gerne noch etwas auf Lifestlye-Blogs und inspirieren uns an den Farben und Formen schöner Textilien, an den geschwungenen Linien von Schmuckstücken oder an Rezepten, die wir sogleich in unser eigenen Küche zitieren.
Nun haben wir uns gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, unsere beiden Leidenschaften in einem Blogeintrag zusammenzufassen. Während wir über einen möglichen Inhalt nachdachten, fiel uns ein Spiegelei von der Kelle und klatschte auf den Pfannenrand. Da war sie, die Idee, an der wir nunmehr feilten! Skizzen entstanden, kleine Modelle wurden gefertigt - und schliesslich wagten wir uns ans Original: Das Spiegelei à la Dalí.
Rezept: Nehmen Sie ein Ei, schlagen Sie es auf, braten Sie es zum gleichmässigen Spiegelei. Würzen nach Belieben.
Serviervorschlag: Stellen Sie einen kleinen Kartonkubus auf einen Teller (und verblüffen Sie Ihre kunstinteressierten Gäste mit einer Kubismus-Anspielung!) und platzieren das Spiegelei auf der Kante. Aufpassen, dass das Eigelb nicht aufplatzt! Servieren Sie dazu reichlich Wein oder Absinth - je nachdem, welcher Kunstepoche Sie gerade frönen wollen.

Gutes Gelingen!

Donnerstag, 10. Januar 2013

Cartoon: Zum Galerienwochenende Bern



Es ist wieder soweit, am Samstag und Sonntag findet jeweils von 11-17h das Berner Galerienwochenende statt. Wer alles mitmacht und was es zu sehen gibt, finden Sie hier: www.vereinbernergalerien.ch.

Dienstag, 8. Januar 2013

Sonntag, 6. Januar 2013

Zum Dreikönigstag


Wer hat die "Anbetung der drei Könige" am schönsten dargestellt? Die Kultussen finden: Gentile da Fabriano im Jahre 1423.


Wer nicht so gut malen kann, muss die Szene halt mit Playmobil-Toggeln nachstellen.

Wir wünschen Ihnen frohes Kuchenfressen, Kronen ergattern und kommandieren.

Freitag, 4. Januar 2013

Volkshochschule: Was ist ein Trompe-l'œil?

Das ist ein Trompe-l'oeil:



Sieht aus wie echt, ist es aber nicht. Gesichtet am Bahnhofplatz Bern. Unter dem aufgemalten Burgerspital wird das echte Burgerspital derzeit umgebaut. Die "Verhüllung" gefällt den Kultussen deutlich besser, als Werbebanner von Baufirmen!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Wenn Kultussen zweimal klingeln: Homestory

Wir haben es wieder getan, und zwar in der Silvesternacht! Dieses Mal zuhause bei D. und K. in B. Ungewohnt unfreundlich wurden wir auf unserem Wohnungsdurchgang von diesem Wicht (aus der Galerie Martin Krebs) begrüsst:


Da hiess es gleich runter in den nächsten Stock, vorbei an einer selbstgemachten Lichtinstallation...


...und an einer Kopie in Öl von Franz von Stucks "Lucifer":


Diabolisch gings im nächsten Raum weiter...


...und im übernächsten hatten die Kultussen ein metaphysisches Erlebnis mit einem Dekofenster:


Vor Schreck mussten wir uns erst einmal auf diesem schmucken Hocker ausruhen:


Zum Schluss stiessen wir noch auf diese Textilinstallation:


So, das wars. Seien Sie gewappnet, vielleicht klingeln wir schon bald an Ihrer Tür!

Mittwoch, 2. Januar 2013

Noch mehr Plattitüden und Attitüden fürs neue Jahr


Wir fangen gspürig an: Gehen Sie aufeinander zu!


Geben Sie nicht gleich auf, wenn sich die Kunst Ihnen nicht sofort erschliesst!


Nehmen Sie sich  Peggy Guggenheim zum Vorbild!


Tragen Sie Eulen nach Athen...


...oder kaufen Sie welche, wie die Kultusse es bereits gemacht hat (von Agnes Fischer).


Brechen Sie aus, wenn Ihnen etwas zu eng wird...


...und tanzen Sie jederzeit aus der Reihe.


 Baden Sie in Truffes!


Vergessen Sie nie, wer ihre besten Freunde sind! (Diamonds by M.M...)


Und denken Sie daran: MORE IS ALWAYS MORE!!!!! HAPPY NEW YEAR!

Vorsätze, Ansätze, Grundsätze


Der Blick in die Agenda 2012  beweist:  Es war ein chaotisches Jahr! Aber auch: Wir waren ganz schön fleissig!


Wir waren an der Saisoneröffnung der Berner Galerien...


 ...an einer Barockausstellung in Zürich...


...an den Bieler Fototagen!


Wir wollten wie jedes Jahr ans Säbeli Bum...


...merkten aber am nächsten Tag, dass - Chübeli um - die Sause schon ohne uns stattgefunden hatte...
Fazit für 2012: Gar nicht so schlecht. Fassen wir nun also ein paar Vorsätze fürs nächste Jahr, die Sie auch gleich zu Ihren eigenen machen dürfen.


Immer schön langsam, aber stetig in die richtige Richtung schleimen!

 Nicht immer gleich sagen: "Der oder die kann mich mal!" Es geht doch auch anders!


Zum Beispiel, indem wir Zyniker und Giftzwerge meiden...


...geduldig zuhören und Notizen machen, auch wenn Kuratoren in die Ferne schweifen...


...oder Pause machen!


Und zum Schluss noch ein frommer Wunsch: Wer erlegt für die Kultusse einen Tiger? Ich weiss, die Schiessbuden sind korrupt, aber es müsste doch irgendwie möglich sein!