Sonntag, 4. August 2013
Mauzimauz und Waldi
Bereits als Kind, als die Kultusse "nur" eine Katze hatte und gerne noch einen Dackel gehabt hätte (die verstehen sich doch wunderbar), war dies unser Lieblingsbrunnen in Zürich. Er plätschert in Wollishofen, wo sich Hund und Katze gute Nacht sagen und das Grosi der einen Kultusse haust. Und die Message dieser etwas sonderbaren Ikonographie? Vielleicht: Sharing is caring - auch wenn man verschieden aussieht und miaut bzw. bellt.
Freitag, 2. August 2013
Wir sind keine Hans Ulrich Obrists
Wir haben uns die „Qin“-Ausstellung im Historischen Museum Bern noch nicht angesehen. Und auch viele andere bedeutende Ausstellungen in Bern, der Schweiz und im nahen Ausland verpasst.
Das klingt nicht weiter schlimm. Trotzdem
fühlen wir uns oft verlegen, ja gar beschämt, wenn in einem Zirkel
kunstbeflissener Zeitgenossen von diesen „Must see“-Ausstellungen gesprochen
wird und wir nicht mitreden können. Oft scheint es in solchen Runden, als wären
wir die einzigen, die es nicht schaffen, ALLE Ausstellungen gesehen zu haben.
Wie stellen es all diese Kuratoren,
Künstler und Kritiker bloss an, im MoMA und an der Biennale, in Tokyo und der
Fondation Beyeler gleichzeitig zu sein? Oder immerhin im Abstand von wenigen
Tagen? Gibt es bei der Swiss ein spezielles „Around the Art-World“-Ticket, von
dem wir nichts wissen? Oder sind die Tage einiger Mitmenschen tatsächlich
länger als 24 Stunden?
Die Kultussen müssen einsehen: Wir sind
halt keine Hans Ulrich Obrists. Wir schaffen es nicht, neben Berufsalltag, Privatleben
und Hobbys auch noch alle wichtigen Ausstellungen unter einen Hut zu bringen.
Eigentlich sollten wir uns deswegen nicht schlecht fühlen. Und wer weiss. Etwas
Mut zur Lücke würde vielleicht auch Hans Ulrich Obrist gut tun. Dann hätte er mehr Zeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren, und
„Das Magazin“ müsste rund um seine Kolumnen nicht so viel Weissraum layouten :-)
Donnerstag, 1. August 2013
Albert Anker in der Kühltruhe
Wir staunten nicht schlecht, als wir uns in der Migros über die Kühltruhe beugten und Albert Ankers strickendes Mädchen entdeckten. "Fleisch traditionell gereift wie zu Gotthelfs Zeiten", ist das Motto dieser Schweins-Nierstücke-Serie. Die spinnen die Werber!
Ob sich Ex-Bundesrat C.B. wohl heute so eines auf seinen Grill legt? Wuah. Wir kaufen schliesslich doch lieber ein unreifes Fleischspiessli aus dem 21. Jahrhundert.
Mittwoch, 31. Juli 2013
Das Geschenk
So sieht ein Geschenk von einer Kultusse an eine andere Kultusse aus. Die Verpackung sollte "arte povera meets barock" suggerieren. Sie möchten wissen, was drin war? Ätsch, bätsch. Hinter der Oberfläche ist nichts, wusste doch schon Andy Warhol. Oder zumindest nichts, was Sie etwas anginge.
Dienstag, 30. Juli 2013
Zitat des Tages
"Mr. Hirschhorn is a Swiss artist internationally celebrated for his politically charged installations,
which typically involve large quantities of quotidian materials (...). His works look as if they were made by a
brilliant, crazily paranoid, autodidactic outsider."
Ken Johnson, New York Times (Ganzer Artikel hier)
Ken Johnson, New York Times (Ganzer Artikel hier)
Jardin sculpturale à la Hans Arp
Sie machen Ferien auf Balkonien und Ihnen schläft bald das Gesicht ein? Statten Sie doch Ihre Blumenkistli mit etwas klassisch moderner Skulptur à la Hans Arp (1886-1966) aus.
Amorphe Formen sind ein Must dafür. Was sehen Sie darin? Einen Dackel? Ein Kamel?
Marilyn Monroe?
So oder so: Diese Kunstwerke passen bestens zu wild wucherndem Schnittlauch...
...und sind absolut wasserfest
Dies dank unseren Lieblingsmalfarben: Nagellack in grellen Tönen
Das sorgt für einen schönen Kontrast zum Naturprodukt Rinde, das auch schon Meret Oppenheim zu schätzen wusste. Wir wünschen: Viel Spass auf ihrem Balkon. Wir müssen nun an unserem Buchs à la Versaille rumschnippeln gehen.
Montag, 29. Juli 2013
Wo geht sie hin, die "Mélisande"?
Erinnern Sie sich noch an "Mélisande"? 2007 stellte der bei Burgdorf lebende Künstler Pierre Mettraux sein in Blau- und Grüntönen gehaltenes Bild auf der Grimselstaumauer fertig. Obwohl es sich bei Mélisande um eine Meerjungfrau handelt, bekommt dieser Wind und Regen offenbar schlecht, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Vielleicht ist das aber auch Absicht. Immerhin hängte auch Munch seine Leinwände ins Gewitter, um ihnen den letzten Schliff zu verpassen. Aber ob "Mélisande" dereinst in den wichtigsten Kunstmuseen der Welt vertreten sein wird? Der Bagger, um sie dorthin zu transportieren, wäre auf jeden Fall schon mal in Position.
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