Freitag, 9. August 2013

Kultussen @ Buskers

Es heisst zwar Strassenmusik-Festival, doch das Buskers hat jeweils auch für Kultussen viel zu bieten. Etwa diese Ready-mades auf dem Münsterplatz, an denen Marcel Duchamp seine helle Freude hätte - äh, wir meinen natürlich R. Mutt:


Jean Tinguely seinerseits hätte seine helle Freude an diesem "Höllenhund", der Feuer speiend durch die Gassen schreitet:


Kunst des 21. Jahrhunderts präsentiert das Berner Kollektiv Artacks auf der Münsterplattform. Hier wird live gesprayt, was das Zeug hält:


Im Gedränge geht dieses bei Bernern altbekannte Kunstwerk beinah unter:


Die andere Seite der Kunst: Die Puppenspieler von Trukitrek bereiten sich hinter dem Schaukasten auf ihren Auftritt vor. Die Kinder auf der anderen Seite werden nur ihre Köpfe zu sehen bekommen:


Strassenmusik-Festival Buskers Bern: noch bis morgen Samstag, jeweils 18-24 Uhr.

Chantal Michel Moment...


...heute vor dem Geschäft "Trouvaillen beim Münster". Wir hätten fast den Löwen gekauft - fauch!

Donnerstag, 8. August 2013

Trouvaille


Auf Ornamente à la Paul Klee stiess man in den Fünfzigerjahren in fast jedem spiessigen Wohnzimmer, sei es auf Tellern oder Vorhängen. Heute sind die Designs moderne Klassiker und man kriegt nur noch selten ein Stück zum Schnäppchenpreis. Wir halt schon: Das schöne in der Berner Altstadt erstandene Schüsselchen hat gerade mal zwanzig Franken gekostet.

Handy-Verbot in Berner Museen


Zugegeben, das ist wieder einmal ein reisserischer Titel. Aber immerhin lesen Sie jetzt unseren Beitrag. Dieser handelt nicht von einem effektiven Handy-Verbot, sondern will einen freiwilligen Verzicht anregen.

Warum? Weil unsere Leserin Frau K. aus B. beim Aareschwumm ihr Handy im türkisfarbenen Wasser versenkte und daraufhin nicht nur tagelang ohne Telefonfunktion, sondern auch ohne Uhr unterwegs war. Dies führte zunächst zu Verwirrung, nach und nach stellte sich aber ein Gefühl der Entschleunigung ein.

Als die entschleunigte Frau K. eines nachmittags mit ihrem Spross ins Museum für Kommunikation in Bern ging, wie sie es schon oft getan hatte, staunte sie am Ende des Besuchs nicht schlecht: Statt der üblichen 45 Minuten hatte sie ganze 2 Stunden im Ausstellungsraum zugebracht.

„Sonst schaue ich immer auf die Uhr. Dieses Mal haben wir uns ganz auf die Präsentation eingelassen und auch Räume besucht, die wir sonst gemieden haben“, erklärt sie gegenüber den Kultussen. Diese sind begeistert und wollen bald selbst das Experiment wagen, ohne Uhr ins Museum zu gehen. Im Casino funktioniert der Trick schliesslich auch ;-)

(Bild: Uhreninstallation im Hotel Schweizerhof, Bern)

Mittwoch, 7. August 2013

Der Drache ist los!

 

Sind wir auf dem Nachhauseweg etwa in einen chinesischen Umzug geraten? Oder parkiert ein Strassenkünstler seinen eigenwilligen Caravan vor unserer Haustür und wartet auf den Startschuss zum Buskers? So oder so: Strassenkunst war selten auffälliger!

Montag, 5. August 2013

Was tun, wenn man müde ist?


Dösen


Ins Kissen horchen


In Morpheus Armen liegen


Pennen


Oder selig schlummern

Bona nox! bist a rechta Ox

Sonntag, 4. August 2013

Mauzimauz und Waldi


Bereits als Kind, als die Kultusse "nur" eine Katze hatte und gerne noch einen Dackel gehabt hätte (die verstehen sich doch wunderbar), war dies unser Lieblingsbrunnen in Zürich.  Er plätschert in Wollishofen, wo sich Hund und Katze gute Nacht sagen und das Grosi der einen Kultusse haust. Und die Message dieser etwas sonderbaren Ikonographie? Vielleicht: Sharing is caring - auch wenn man verschieden aussieht und miaut bzw. bellt.

Freitag, 2. August 2013

Wir sind keine Hans Ulrich Obrists



Wir haben uns die „Qin“-Ausstellung im Historischen Museum Bern noch nicht angesehen. Und auch viele andere bedeutende Ausstellungen in Bern, der Schweiz und im nahen Ausland verpasst.

Das klingt nicht weiter schlimm. Trotzdem fühlen wir uns oft verlegen, ja gar beschämt, wenn in einem Zirkel kunstbeflissener Zeitgenossen von diesen „Must see“-Ausstellungen gesprochen wird und wir nicht mitreden können. Oft scheint es in solchen Runden, als wären wir die einzigen, die es nicht schaffen, ALLE Ausstellungen gesehen zu haben.

Wie stellen es all diese Kuratoren, Künstler und Kritiker bloss an, im MoMA und an der Biennale, in Tokyo und der Fondation Beyeler gleichzeitig zu sein? Oder immerhin im Abstand von wenigen Tagen? Gibt es bei der Swiss ein spezielles „Around the Art-World“-Ticket, von dem wir nichts wissen? Oder sind die Tage einiger Mitmenschen tatsächlich länger als 24 Stunden?

Die Kultussen müssen einsehen: Wir sind halt keine Hans Ulrich Obrists. Wir schaffen es nicht, neben Berufsalltag, Privatleben und Hobbys auch noch alle wichtigen Ausstellungen unter einen Hut zu bringen. Eigentlich sollten wir uns deswegen nicht schlecht fühlen. Und wer weiss. Etwas Mut zur Lücke würde vielleicht auch Hans Ulrich Obrist gut tun. Dann hätte er mehr Zeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren, und „Das Magazin“ müsste rund um seine Kolumnen nicht so viel Weissraum layouten :-)

Roman Signer Momente...




Am 1. August

Donnerstag, 1. August 2013

Albert Anker in der Kühltruhe


Wir staunten nicht schlecht, als wir uns in der Migros über die Kühltruhe beugten und Albert Ankers strickendes Mädchen entdeckten. "Fleisch traditionell gereift wie zu Gotthelfs Zeiten", ist das Motto dieser Schweins-Nierstücke-Serie. Die spinnen die Werber!


Ob sich Ex-Bundesrat C.B. wohl heute so eines auf seinen Grill legt? Wuah. Wir kaufen schliesslich  doch lieber ein unreifes Fleischspiessli aus dem 21. Jahrhundert.