Die Kultussen besitzen so viele Plastiksäcke des Kunstmuseums Bern, dass sie diese in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzen - seit neustem auch bei der Verpflegung des Hütekaters:
Mooch scheint gefallen am blauen Untersatz zu haben, der Appetit ist jedenfalls gross. Miau, beziehungsweise en Guete!
Dienstag, 7. Februar 2012
Montag, 6. Februar 2012
Kälteschock
Bei Minusgraden nackt um einen eingefrorenen Brunnen tanzen? Brrr! Zieht diesen armen Kindern doch etwas an!
Künstlerhaus im Wyler
Von aussen sieht an der Wylerringstrasse 77 alles noch recht normal aus...
Ein Blick in die leerstehenden Wohnungen zeigt aber, das hier etwas nicht mit richtigen Dingen zu und her geht:
Nein, es ist das Werk von Marco Giacomoni, der einen Teil des Hinterhofs in ein Zimmer verfrachtet hat:
Bei gefühlten 30 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit schafft es der Künstler, trotz sibirischer Kälte sommerliche Stimmung aufkommen zu lassen:
Wieder auf den Boden der Tatsachen, beziehungsweise den Winter der Tatsachen holt uns Martin Möll. Er sammelt Handschuhe, die er in Berns Gassen findet, ordnet sie nach Farbe und beschriftet sie mit dem genauen Fundort:
Natürlich dürfen sich den "Palazzo Wyler" auch Nicht-Kultussen ansehen, und zwar an der Vernissage am 23.2. ab 18 Uhr, am 24.2. ab 18 Uhr, am 25.2. ab 14 Uhr und am 26.2. von 12-17 Uhr. Eine Bar wird dafür sorgen, dass die Gäste nicht austrocknen.
Ein Blick in die leerstehenden Wohnungen zeigt aber, das hier etwas nicht mit richtigen Dingen zu und her geht:
Künstler bedienen sich am Teppich- oder Parkettboden, um in den ehemaligen Kinder-, Schlaf- und Wohnzimmern Kunstwerke zu erreichten:
Das hier ist keine Kunst, die Wandkritzelei war schon vorher da:
Ob einer der früheren Bewohner die Tage bis zur Räumung gezählt hat? Schliesslich wird das Haus am 1. März abgerissen... Bis dahin dürfen Kunstschaffende hier aber machen, was ihnen gefällt. Etwa Renée Magaña, die ein ganzes Zimmer schwarz gestrichen und mit einer Architektur aus gemalten Körperfragmenten eine neue Raumaufteilung geschaffen hat:
Und was ist das? Etwa einer der angesagten Indoor Parks, wie sie bei den eisigen Temperaturen zurzeit in New York boomen?
Nein, es ist das Werk von Marco Giacomoni, der einen Teil des Hinterhofs in ein Zimmer verfrachtet hat:
Bei gefühlten 30 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit schafft es der Künstler, trotz sibirischer Kälte sommerliche Stimmung aufkommen zu lassen:
Wieder auf den Boden der Tatsachen, beziehungsweise den Winter der Tatsachen holt uns Martin Möll. Er sammelt Handschuhe, die er in Berns Gassen findet, ordnet sie nach Farbe und beschriftet sie mit dem genauen Fundort:
Natürlich dürfen sich den "Palazzo Wyler" auch Nicht-Kultussen ansehen, und zwar an der Vernissage am 23.2. ab 18 Uhr, am 24.2. ab 18 Uhr, am 25.2. ab 14 Uhr und am 26.2. von 12-17 Uhr. Eine Bar wird dafür sorgen, dass die Gäste nicht austrocknen.
Aber Achtung: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Sowohl das Haus wie auch alle darin entstandenen Kunstwerke werden am 1. März eingerissen...
Sonntag, 5. Februar 2012
Samstag, 4. Februar 2012
Neulich an der PK im Centre Pasquart
Die Kultusse kommt immer kanpp, aber gerade noch rechtzeitig zur Pressekonferenz im Centre Pasquart. Sie bummelt einfach so gerne auf dem pittoresken Weg dorthin. Den eigenen Schatten fotografieren, Bäume kontemplieren, den fiependen Vöglein lauschen.....
...an ersten Frühlingsboten schnuppern bis es in der Nase kräuselt....
... eine Riesenschnecke in Astgabeln erkennen....
Und schliesslich das Ausstellungsplakat lesen, damit man auch weiss, um was es heute geht. Manufacture? Gibt es heute eine Maniküre? Egal, wir gehen endlich durch die Tür.
Juhui ein Gspändli! Mit der kuratorischen Assistenz Irene Zdoroveac -heute im neckischen Tigermuster Hoodie- kann die Kultusse stets auf höchst anregende Art und Weise die neusten Gerüchte über gemeinsame Bekannte ausstauschen.
Und natürlich serviert sie uns einen Kaffee in der Hoffnung, die Kultusse würde etwas wacher als auch schon durch die Ausstellung stöckeln.
Es funktioniert! Das erste Kunstwerk, das der Kultusse einfährt. "Ich glaub mich knutscht ein Elch" entfährt es ihr vor den sich küssenden in einer Elchhaut gefangenen Eames Chairs. Ein Werk des Kanadiers Brian Jungen.
Schliesslich spitzt die Kultusse ihre spitzen Elfenohren: Was hat die "Konkurrenz" (Alice Henkes vom Bund) wohl so interessantes mit Felicity Lunn, der neuen Direktorin des Centre Pasquarts, zu besprechen? Und dieser grüne Pullover - ist der von Prada oder H&M?
Schade, schon ist die PK zu Ende und eine Maniküre hat es leider keine gegeben. Wir kommen aber trotzdem gerne wieder.
Ausstellung: Bis am 18.3 im Centre Pasquart, Biel.
Vernissage Galerie Art-Etage, Biel
Die Galeristin und Grafikerin Noëmi Sandmeier führt gemeinsam mit ihrem Mann Patrick Christe die Galerie Art-Etage in Biel. Beim Posieren für die Kultussen versucht sie kokett ihr Weinglas zu verstecken. Das Bild im Hintergrund stammt von Romana del Negro, einer der zwölf Kunstschaffenden, die zurzeit bei Art-Etage ausstellen.
Hat gut lachen: Der französische Fotograf Gaël Rommier bespielt zurzeit gemeinsam mit seiner Freundin Cécile Hesse das Photoforum Pasquart mit einer faszinierenden Schau namens "Les chiens nus". Il faut absolument y aller!
Lex Vögtli vor ihrem Selbstporträt, das auf einem Sockel in einem Art Nest aus Haaren thront. Ein abgründiges Bild, das in seinem Format und seiner Malweise ein wenig an ein Ex-Voto denken lässt, und mit vielen sinnbildlichen Anspielungen rund um Geburt, Schmerz und weibliche Stärke kreist.
Das ist weder ein Trompe l'oeil noch ein objet trouvé, sondern einfach ein Glas ist ein Glas ist ein Glas, das ein Vernissagebesucher unglücklich platziert hat.
Diese Sonnenbrillen aus Schleifpapier (irgend jemand streut einem immer Sand in die Augen) wurden auf Glas appliziert. Nancy Wälti experimentiert mit Alltagsgegenständen und deren Materialität.
Dabei stellt sie Dinge gänzlich auf den Kopf. Diese Koffer hat sie aus den Kleidern, die normalerweise im Koffer drin sind, angefertigt.
Ausstellung: Bis am 18.2. Art Etage, Seevorstadt 71, Biel. www.art-etage.ch
Correspondances
Van Goghs Sonnenblumen: Sie wurden so oft auf Postkarten, Kalenderblättern und Gadgets angebracht, dass man sie kaum noch sehen mag. Van Goghs Bilder muss man im Original sehen. Erst dann lässt es sich im expressiv-exzessiv aufgetragenen Gelb des Meisters schwelgen. Und wie wärs mit einem sonnenblumengelben Kleid ? Das Label Rodarte hat sich offensichtlich bei manchen Kreationen von Van Goghs Malerei inspirieren lassen. Der Sommer kann kommen!
Freitag, 3. Februar 2012
Bissige Madonna lockt in die Kunsthalle
Überall in der Stadt schaut sie zurzeit von den Plakatwänden auf uns herab: Die „Madonna“ vom Schweizer Künstler Hans Schärer. Das Gemälde wirbt für die erste Ausstellung vom neuen Kunsthalle-Direktor Fabrice Stroun, „The Old, the New, the Different“. Wer die Frau näher betrachtet, glaubt aber zuerst, nicht einer gemalten Siebzigerjahre Madonna, sondern einer uralten Voodoo-Ikone in die Augen zu schauen. Grund für die Verwirrung: die Zähne! Der Künstler hat in den Mund Kieselsteine eingesetzt. Das Gebiss sieht so echt aus, dass man – vor dem Original stehend – etwas Angst hat, der Kopf schnelle plötzlich in den Raum und beisse die Betrachter in die andächtig verschränkten Arme.
Passieren tut aber natürlich nichts Schlimmes in der Ausstellung, die Malerei von den Sechzigerjahren bis heute präsentiert. Neben einem Gemälde auf schwarzem Samt von Julian Schnabel, einem ausdrucksstarken, riesigen Frauenakt von Jutta Koether, einer filigranen Arbeit auf Holz von Mai-thu Perret oder einem neonbunten Gemälde von Michael Scott, das auf trashige TV-Serien der Sechziger und politisch motivierte Graffiti-Kunst der Achtziger referiert, gibt es zudem ein grosses Wandgemälde des Berner Künstlerpaars Lang/Baumann zu sehen, das die ganze Treppenhalle der Kunsthalle einnimmt.
Vernissage: heute Abend, 18h, Kunsthalle. Die Ausstellung dauert bis am 25. März.
Mittwoch, 1. Februar 2012
Hilfe mein Kind wird ein Schöngeist
Wie erkennt man, ob sein Kind einmal ein Schöngeist, eine Kunsthistorikerin, Kunstkritikerin oder gar eine Kultusse wird? Sehr verdächtig ist es, wenn ihr Knirps andächtig vor der Weihnachtskrippe kniet, obwohl Religion kaum vermittelt wurde. Es könnte sein, dass es die Faltenwürfe auf dem Kleid der Marienfigur studiert, sich überlegt, ob Ochse und Esel in der Bibel oder nur in den Apokryphen erwähnt wurden, und warum zum Teufel es nicht mehr goldene Engel in diesem Stall zu sehen gibt.
Ein kleiner Trost: Wie diese Grabplatte im Pariser Friedhof Montmartre beweist, kann aus einem critique d'art auch noch ein municipal, conseiller oder gar ein directeur werden. Aber vermutlich wird ihr Schöngeist es vorziehen, morgens auszuschlafen, pünktlich zur heure bleue eine Vernissage zu besuchen und abends in seinem Salon ein paar artsys zu empfangen. Haben Sie Vermögen? Vererben sie es frühzeitig an dieses Kind. Es wird bestimmt den Grundstein zu einer berühmten Fondation damit legen.
Pulloverkunst mit Bill Cosby
Seine Sendung ist legendär - und seine Pullover sind es auch. Die Rede ist vom US-Komiker Bill Cosby. Ein Blogger macht sich die Mühe und zeichnet die auffälligsten Dessins nach:
Wer mehr von diesem einzig- und eigenartigen Projekt sehen will:
http://www.thecosbysweaterproject.com/
Wer mehr von diesem einzig- und eigenartigen Projekt sehen will:
http://www.thecosbysweaterproject.com/
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