Mittwoch, 17. August 2011

40 Jahre Kunstkeller


Seit 1970 bereichert der Kunstkeller Berns Galerienlandschaft...

 
Zum Jubiläum hat Galeristin Dorothe Freiburghaus ihre Räumlichkeiten....


...mit bunten Schmetterlingen dekoriert.


Anhand ihrer Publikation und der dazugehörigen Ausstellung "Ich über dich" und "Du über mich" offeriert sie einen Einblick hinter die Kulissen ihrer Galerie und zelebriert die vielen Begegnungen mit Künstlern und Künstlerinnen.


Briefe....



Objekte...


 Malerei...


Zeichnungen...


Fotografie...


Gesticktes...


 Texte...


Ein Porträt der Galeristin...


Ein Schattenriss der Galerisitn...


Und die Galeristin als Gärtnerin ihrer Künstler und Künstlerinnen....


Räume & Träume....

Und vieles mehr sind Dokumente der Dankbarkeit und des gegenseitigen Austausches während vierzig Jahren zwischen Dorothe Freiburghaus und ihren Künstlern und Künstlerinnen. Die Kultussen gratulieren zu diesem Jubiläum.


Vernissage:
20. August 2011, 17 Uhr
Laudatio: Heinrich Gartentor
Texte: gelesen von Th. Mathys
Performance: Victorine Müller
 Kunstkeller, Gerechtigkeitsgasse 40, Bern

Samstag, 13. August 2011

Buskers


Georg Humbel (Reporter 10 vor 10) und Cornelia Jost (Geographin) studieren den Lageplan: Wo spielt die mongolische Band? Wo kann man indisch essen? Und wo zum Teufel baut jemand einen Turm? Humbel als Medienprofi weiss, wie dankbar man in der Berichterstattung für klare Gesten ist, die  eine deutliche Aussage machen und zeigt bereitwillig mit seinem Zeigefinger auf den Buskers-Plan. Danke für diese gelungene Pose!


Die Kultusse hat hingegen schon längst das Highlight des Busker-Programms gefunden. Das Gartenhäuschen von Thomas Hirschhorn? Nein, es ist ein Fotoautomat, wie wir, die noch in den Siebzigerjahren geboren sind,  ihn bestens kennen. (4 Bilder in 4 Minuten).  Nur das hier statt einer Kamera ein Buskers (Strassenkünstler) drin sitzt und die Leute zeichnet.


Das Resultat ist dann etwas befremdend: Warum sehe ich einmal wie Kasperli und einmal wie Donatella Versace aus? (Mitte)


Weiter gehts zu den Jungs von Artacks (www.artacks.ch). Diese sprayen life auf Platten, die man für dreissig Franken erstehen kann. Hier ist Raphael in Aktion. Der ging mal auf die gleiche Schule wie die Kultusse. Jetzt weiss sie, wer wohl  immer das Schulhaus, dem das vollkommen recht geschah, vollgetaggt hat. Hier eine Auswahl aus der artacks Produktion:


Illusionistisch



 Rasant


 Hinter Gittern


Jöh!


 Der Künstler Yves Nacht: Auf seinem T-Shir steht zwar   "Destroy the city" doch eigentlich ist er ein ganz netter Kerl....


 Ein Hauch von Streetcredibility findet wer den Blick senkt.


Und diesen Buzzer muss man drücken, wenn man ein Bild kaufen will.


Die leere Stelle wird sofort durch eine neue Platte besetzt und mit neuer Kunst attackiert.


Der Stempel versichert dem Käufer, dass er ein nummeriertes Original in den Fingern hält.


Und das macht Marc Barth (Informatiker, der heute lieber programmiert statt Taggs an Wände sprayt) glücklich.


Diese unheimliche Kätzin lockt uns in die Falle: Wer in den Kasten guckt soll einen Schock erleben. Ganze zwei Franken kostet einem die Neugierde. Doch die coole Kultusse muss nur lachen, über den Kopf, der ihr scheinbar auf einem Teller liegend entgegengrinst. He ich hab im Fall  "Hostel" und "Antichrist" gesehen Frau Miezekatze.


Doch noch den Turmbauer gefunden. Jetzt können wir getrost nach Hause gehen.


 Der baut nämlich sein Bambus-Konstrukt schon wieder ab.

Donnerstag, 11. August 2011

Ora et labora


Von einem Flipchart abgerissene Blätter  hängen zurzeit an den heiligen Wänden der Kunsthalle. Hat Kunsthallendirektor  Philippe Pirotte hier eine Sitzung mit seinen Mitarbeitern abgehalten? Nein, es handelt sich um gesammelte Dokumente der Künstlerin Marianne Flotron, die in "Work" die Verstrickungen von wirtschaftlichen und politischen Systemen aufzeigt. Dabei präsentiert sie auch Filmmaterial, das in einer Versicherung mit topmodernen Arbeitsbedingungen  in Amsterdam entstanden ist, wo die Leute ständig betonen, wie glücklich und frei sie seien. Ein von der Künstlerin engagierter Theaterregisseur versucht mit seinen Rollenspielen vergeblich auch kritische Stimmen zu  vernehmen. Doch diese bleiben aus. Wer nicht glücklich ist sucht die Schuld bei sich selbst und versucht das Problem subito zu lösen. Ideale Mitarbeiter oder marktkonforme Schafe?

13.8-25.9  Kunsthalle, Helvetiaplatz 1, Bern
http://www.kunsthalle-bern.ch/

Mittwoch, 10. August 2011

Mädchen müssen sich bedecken

Wie die "Aargauer Zeitung" berichtet, wird SchülerInnen der Oberstufe Kaisten künftig für einen Tag ein schwarzes XXL-T-Shirt übergestülpt, wenn sie zu leichtbekleidet oder zu üppig parfümiert oder geschminkt im Unterricht erscheinen. Natürlich gilt die Regel für alle Schüler, doch trifft diese Disziplinierungsmassnahme nur Mädchen - denn seien wir ehrlich, welcher Oberstufenschüler erscheint schon in Hotpants und mit rot geschminkten Lippen im Unterricht? Eben. Die Kultussen finden: Solche entwürdigenden Actionen, die im Alltag nur Frauen treffen, sind untolerierbar. Darum widmen wir das "Bild des Tages" heute all jenen pubertierenden Mädchen, die in Zukunft in Kaisten im XXL-T-Shirt rumlaufen müssen:

Freitag, 5. August 2011

Was tun im Herbst?

Machen Sie sich nichts vor: Der Sommer ist so gut wie vorbei. Wie kann man sich trösten?


Scharen Sie eine lustige Bande von Trunkenbolden um sich und geniessn Sie edlen Rebensaft.


Aber passen Sie auf die adipösen Kinder auf - die sind gierig und trinken gerne aus, was stehen bleibt.


Und nackt ausziehen müssen Sie sich jetzt auch nicht gerade unbedingt. Und lassen Sie die Kinder nicht überall hinpinkeln.


Kultivierter wäre es Sie gingen Früchte, Blätter und Trauben sammeln....


...womit sich ein lustiges Kostüm basteln lässt.


Oder Sie raufen Blätter zusammen und laden Freunde zur Blätterschlacht in Ihrem Wohnzimmer ein.

So oder so: Eine lustige Zeit, der Herbst.

Donnerstag, 4. August 2011

Novelline als Sofakissen

Nur solange Vorrat reicht: Die Kunstfigur Novelline gibt es ab heute im Yamatuti als Sofakissen zu kaufen. Kombinierbar in verschiedenen Farben und Grössen. Alles von Hand gestickt aus Filz. Es lebe das  Arts & Crafts Movement des 21. Jahrhunderts.


www.novelline.ch. Als Sofakissen im Yamatuti, Aarbergergasse 16 , 3011 Bern

Mittwoch, 3. August 2011

Das schönste Bier

Eigentlich trinken wir Kultussen ja nur erlesene Rotweine oder Champagner, der auch wirklich aus der Champagne stammt. Aber für dieses Bier machen wir eine Ausnahme:  "Duchesse de Bourgogne" aus Belgien schmeckt zwar sonderbar, besticht aber mit seiner Farbe (Bernstein) und der Ettikette, die eine mittelalterliche Herzogin mit ihrem Falken ziert. Und für alle, die etwas von Bier verstehen: Das ist ein handwerklich hergestelltes Doppelmalz und relativ hochprozentig.

Museumsbesuche international

Sommerzeit ist Ferienzeit und Ferienzeit ist für die Kultussen Museumszeit in fernen Ländern. Auf ihren Reisen nach Ost und West, Nord und Süd haben sie dabei in den Jahren so einige Beobachtungen gemacht. Die da wären:

  1. In Nordamerika beharren die Ticketverkäufer nicht auf dem angeschrieben Preis, denn die öffentlichen Museen sind eigentlich gratis:
  2. Im Mori Tower in Tokyo herrscht wahrlich kein Personalmangel: Fast mehr Aufsichtsleute als Kunst stehen da rum
  3. In Italien muss man eine Münze einwerfen, damit Gemälde von Tizian, Tintoretto und Co. in den dunklen Kirchen beleuchtet werden. Beten wirkt nicht
  4. Für Videokunstfans lohnt sich eine Reise nach Karlsruhe: Das ZKM verfügt über eine fantastische Sammlung, zeigt hochkarätige Ausstellungen, publiziert Standartwerke und für Studenten und Forschende gibt es eine Mediathek. Und im hauseigenen Kinosaal werden regelmässig die besten Kunstfilme aller Zeiten gezeigt:
  5. Nirgendwo stehen so viele Skulpturen von hochkarätigen Künstlern wie im Smithsonian Sculpture Garden in Washington D.C und nirgendwo sonst ist der Rasen so perfekt gemäht
  6. Im Pariser Louvre sind die Angestellten skeptisch gegenüber jedem Ausweis, egal ob Student, Presse oder Blogger draufsteht
  7. Im Schloss Schönbrunn in Wien folgt der Audioguide einem bestimmten zeitlichen Rhythmus. Wer von diesem abweichen will, geht die Gefahr einer Massenkollision mit anderen Touristen ein
  8. Die lustigsten Skulpturen von Niki de Saint Phalle sind in Nizza: Zum Beispiel eine kunterbunte Runde Tee trinkender Damen
  9. In der Art Gallery Ontario in Toronto ist es den Aufsichtspersonen völlig egal, wie gross die Handtasche ist, die frau mit in den Ausstellungsraum nimmt
  10. Im Magritte Museum in Brüssel ist es hingegen alles andere als egal, wie gross die Handtasche ist. „Zurück zu den Schliessfächern“ lautet die Devise für alle, die mehr als ihr Eintrittsticket und ein Taschentuch mit in den Ausstellungsraum nehmen wollen. Dabei wäre ein Schirm äusserst hilfreich, um etwas gegen die unschön auf den Bildern reflektierenden Scheinwerfer unternehmen zu können
  11. Im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt gibt es Gegenwartsausstellungen wie anderswo. Aber kein anderes Museum erinnert mit seiner spitzwinkligen Architektur so schön an ein Tortenstück:
  12. In einem der grössten Outdoor-Museen der Welt, Petra in Jordanien, sollte man sich mit Wanderschuhe rüsten – denn die Besichtigung macht umso mehr Spass, je höher man auf die Ruinen klettert:
  13. Ein Besuch im Metropolitan Museum of Art in New York lohnt sich für Europäer leider nur selten. Denn wer hat Beckmann, da Vinci oder Van Gogh nicht schon x-mal in europäischen Museen angetroffen? Dann lieber ab ins Whitney Museum, wo amerikanische Gegenwartskunst gesammelt und ausgestellt wird
  14. Aber: Die schönsten Franzosen hängen in New York. Gemälde und bestickte Möbel von Jean Honoré Fragonard und François Boucher findet man in der Frick Collection
  15. Das Museum of Modern Art in San Fransisco verfügt über einen tollen Museumsshop und wurde darüber hinaus von einem Schweizer gebaut (Mario Botta):
  16. Im Palais de Tokyo in Paris gibt es kein Sushi, sondern hochkarätige Schaus mit Gegenwartskunst sowie Vintage-Kleider im Museumshop
  17. A propos Museumsshops: Im Historischen Museum in Budapest lernen die Besucher nicht nur viel über die interessante Geschichte des Landes, im Shop gibt es auch tollen Goldschmuck mit Edelsteinen zu moderaten Preisen zu kaufen, der sich an historischen Stücken orientiert – und nicht am viel gesehenen und getragenen Modeschmuck (Hinweis für Bernerinnen: Auch unser historisches Museum verfügt über einzelne, wunderschöne Schmuckstücke…)
  18. Da fotografiert man sich die Finger wund: In den Konzertraum des Palasts der katalanischen Musik in Barcelona wächst von der Decke eine tropenförmige Glaskonstruktion in den üppig geschmückten Raum – erschaffen von Lluís Domènech i Montaner:
  19. Für einen Besuch in den Uffizien in Florenz braucht es seeeeehr viel Geduld. Besser zu den Randzeiten hingegen und dazwischen die Kunst en plein air geniessen, die man dort sowieso an jeder Ecke antrifft
  20. Das Prager Klementinum ist ein Geheimtipp. Zwar sind die Führungen auf Tschechisch, dafür gibt’s schon mal exklusiv das grösste Manuskript der Welt zu sehen: den Codex Gigas, the Devil’s Bible
  21. Ein Spaziergang für Melancholiker: Der Mirogoj-Friedhof in Zagreb entführt mit seinen von Ranken überwachsenen Gebäude von Hermann Bollé und mit den zahlreichen Engelskulpturen in eine düstere Märchenwelt. Unbedingt im Herbst besuchen, wenn das bunte Laub fällt…:
Wir freuen und über Eure internationalen Museumsbeobachtungen in den Kommentaren!

Dienstag, 2. August 2011

Streetart im Breitenrain


Beim Breitsch Träff in der Herzogstrasse sind die Kultussen auf diese dreidimensionale Streetart gestossen. Wundervolles Artwork und eine überzeugende Idee, wie man Altpapier sinnvoll weiterverwerten kann!