Samstag, 20. Juli 2013

Punkiger Prometheus auf dem Gurten


Ja, auch am Gurtenfestival gibt es Kunst zu kaufen! Genau das richtige Souvenir, das man den ganzen Tag im Gedränge herumschleppen will. Ausserdem ist die "Free Hugs"-Bewegung auf dem Festivalgelände angekommen und die Cardinal-Zelte locken mit penetrantem Vogelgezwitscher - offenbar eine Audioinstallation, die über das (zeitweise) schlechte Wetter hinwegtäuschen soll... Apropos Installation: Campino von den Toten Hosen entlockte die Lichtkünstler in den Fans:


Campino selbst avancierte im Verlauf des Konzerts zu einer Lichtfigur: Mit Pyros auf dem Lichttechnikerturm stehend mutete er an wie ein punkiger Prometheus. Nach diesem unvergesslichen Auftritt kehrten wir zurück in den ausgestorbenen Pressebereich. Dabei entstand folgendes Stillleben. Wir nennen es "Was vom Hipster übrig blieb":

Freitag, 19. Juli 2013

Die Art History Horror Show

Lasst uns das gruseligste Bild der Kunstgeschichte wählen. Im Rennen sind:


 Goya


Rubens


Caravaggio


und Rembrandt!

Bling, bling


Voilà ein Damian Hirst für die Mittelklasse. Entdeckt im Schaufenster des Schuhladens AHA, Ryffligässli 4 in Bern.

Wann ist zu weit weg zu weit weg?


Die Bromer Art Collection (BAC) in Roggwil (siehe Abbildung von Google Maps oben) macht aufgrund mangelnder Besuchernachfrage einen Richtungswechsel, entlässt Jungkurator Christian Herren und setzt vermehrt auf die eigene Sammlungspräsentation.

Erst im April eröffnete die BAC offiziell und pompös mit zahlreichen Promigästen, die sich von ihren PAs wohl erst einmal erklären lassen mussten, wo und was Roggwil eigentlich ist. Vielleicht gabs vom Unternehmer René Brogli ein überzeugendes Geschenksäckli, vielleicht reisten Ursula Andress & Co. aber auch an, weil sie sich tatsächlich für Kunst interessierten und an den Erfolg von BAC glaubten.

Weniger überzeugt waren die Medien, die schon so manch ein Kunsthaus in der Peripherie bei Restruktrurierungen, beziehungsweise Redimensionierungen begleitet haben (zum Beispiel das Museum Franz Gertsch in Burgdorf, das aber zurzeit mit einem spannenden Programm - und Gertsch natürlich - wie Phoenix aus der Asche steigt).

Schade eigentlich, denn Herrens Programm für die nächsten Jahre, das den Kultussen bekannt ist, hätte viel Spannendes zu bieten gehabt. Aber ob Kunstinteressierte dafür nach Roggwil reisen? Roggwil ist schliesslich nicht Riehen (dort fährt sogar ein Tram hin!) und Brogli fängt zwar auch mit "B" an, ist aber nun einmal kein Beyeler. Der Unternehmer macht nun, was jeder guter Unternehmer an seiner Stelle tun würde: Er konzentriert sich auf den Kunsthandel.

Mittwoch, 17. Juli 2013

"Mich kneift...


...ein Affe", dachten wir, als wie dieses schöne Relief aus den späten Zwanzigerjahren in der Beundenfeldstrasse entdeckten.

Ich bin keine Fussmatte


Warum nicht mal eine neue Fussmatte, an der auch René Magritte seine Freude hätte? Erhältlich hier.

Dienstag, 16. Juli 2013

Octopussy


Ist das nicht ein putziger Kerl, der diese Badekabine in der Lorraine-Badi ziert? Jedenfall geriet Frau C. M. aus B. in seine Fänge und überlegte sich tatsächlich, diese Kabine zu mieten. Dabei ist C. M. weder Rentnerin, noch Mutter von sieben Kindern. Ein Sonnenstich? Was möchte sie wohl dort verstauen? Vielleicht ein Bademäntelchen wie Octopussy im gleichnamigen James Bond eines trug? Wir bleiben dran.

Vokabular der überschätzten Dinge im Kunstbetrieb


Auktionsresultate
Bewegungsfreiheit an Vernissagen (oder an der Art Basel)
Coca Cola als konsumkritisches Sujet
Diplome (Vor allem, wenn ihnen mehr Bedeutung beigemessen wird als dem Oeuvre)
Elitäres Geschwätz (Was?)
Förderpreisträger (Mannchmal)
Garderoben in Museen (Oder hat schon jemals jemand einen Helgen in einer Designerhandtasche davongetragen?)
Hornbrillen (Vor allem, wenn Menschen ohne Sehschwäche Komplexe entwickeln, weil alle hippen Leute eine tragen)
Irrgarten (den der Kurator Ausstellungsarchitektur nennt)
Ja-Sager (Zugegeben, die nerven überall)
Kopfhörer im Ausstellungsraum (Wer nimmt sich wirklich Zeit, genau hinzuhören, wer?)
Lehrmittel mit Titeln wie „Landschaftsmalerei für Anfänger“
Monografien von Kunstschaffenden unter 35 Jahren
Nackte auf der Leinwand (auch bekannt als Akte, aber "a" war schon besetzt)
Outdoor-Ausstellungen (siehe „W“)
Praktikumsplätze (mit Anforderungen, die einer gut bezahlten Vollzeitstelle entsprechen)
Querulanten in der Audioguide-Schlange
Rauch (wo kein Feuer ist)
Speichermedien (Hat denn irgendjemand je seine Originaldateien verloren? Anyone?)
Tierporträts
Umschläge mit aufgedrucktem Ausstellungsprogramm (Wer nimmt sich schon die Zeit, Kuverts zu studieren?)
Vernissagenwein
Wetter (siehe "O")
Xylophon (Das ist ein Insider. Wer schnallts?)
Yoko Ono (Keine Sorge, das ist bloss ein Scherz!! Aber es gibt nicht viele Begriffe mit Y...)
Zitate wie „Das ist der wichtigste Künstler seiner Generation“

Montag, 15. Juli 2013

Nicht essen, dieses Brot ist Kunst!


Was hatten wir nicht schon alles? Kleinstskulpturen in Bleistiftspitzen, auf Schneckenhäuschen oder in Strassenrillen. Und nun das: Die amerikanische Künstlerin Milena Korolczuk schnitzt aus Brot kleine Kunstwerke. Das Bild stammt von hier, wo es weitere Beispiele zu bestaunen gibt. Guten Appetit!

Sonntag, 14. Juli 2013

Mit Ursula im Wunderland


Immer dem Campanile nach... finden wir nach Romont im schönen Freiburgerland.


Durch enge Gassen...


...gelangen wir schliesslich zum Schloss Rue...


...und durch diese Pforte ins "Wunderland", einer Ausstellung mit Gegenwartskunst in alten Mauern, in denen ganz viele Wunder lauern (Achtung es reimt sich). Wir treffen...


...die Künstlerin Barbara Ellmerer mit Chignon und violettem Couture-Kleid vor einem ihrer Gemälde


Eselsköpfe von Zaric durch die man durchblicken und...


...die Aussicht geniessen kann


Die Macherinnen vom "Wunderland": Ellen Meyrat-Schlee (Kommunikation) und Ursula Wittmer (künstlerische Leitung)


La belle "maison rose"...

...und eine Rose


Kritzeleien von ehemaligen Gefängnissinsassen in die Mauern geritzt


Ein Tor zur Welt, wie es uns gefällt


Tonfiguren von Branka Jankovic


Und nochmals Ursula mitten in der  Tonistallation des französischen Künstlers Rudy Decelière...


Et voilà: Un artiste  "comme il faut" ;)


...und seine "pots"


Illona Schwippel (Présidente) mit futuristischen Schuhen


Ein Geisslein, das aussieht, als würde es Mecki heissen (frei nach Christian Morgenstern)


Au revoir  - wir kommen wieder!

Ausstellung: Bis am 11. August 2013
Öffnungszeiten: Fr, Sa, und So 11-18 Uhr
www.wunderland-rue.ch