Sonntag, 11. Mai 2014

Irrungen @work


Hinter Gittern? Nein, nur zu Besuch im Atelier von Manor-Kunstpreisträger Raphael Hefti.


Eine Käseplatte? Nein, nur aus Pet geschmolzene Objekte von Raphael Hefti.


Eine Kultusse? Nein, nur eine Muse auf Schloss Jegenstorf.


Ein Ready Made? Nein, nur ein Staubsauger ist ein Staubsauger ist ein Staubsauger im Kunsthaus Langenthal.

Was ein Plüschhund mit dem Fall Gurlitt zu tun hat


Wenn Sie an den harten Fakten rund um die Gurlitt-Sammlung und die Erbschaft des Kunstmuseums Bern interessiert sind, dann lesen Sie besser hier, hier oder hier. Wenn Sie aber wissen wollen, was der kleine, schwarze Plüschhund auf dem Bild mit der ganzen Sache zu tun hat, lesen Sie weiter...

Wenn Gurlitt ein Sportler gewesen wäre...


...hätte er wohl Curlitt geheissen und Curling gespielt.
Mehr zum Fall Curlitt gibts hier.

Samstag, 10. Mai 2014

Gurlitt: So war's!


Verzeihen Sie, dass wir uns bis jetzt noch nicht zum Fall Gurlitt geäussert haben. Aber dieser beschäftigt uns im Berufsalltag so sehr, dass wir nach Feierabend bisher keine Muse hatten, auch noch darüber zu bloggen. Das ändert sich hiermit.

„Das ZEIT Magazin“, welches fiktive Dialoge zu einem aktuellen Thema verfasst, brachte uns auf die Idee, einen solchen Gesprächsausschnitt zur unverhofften Erbschaft der Gurlitt-Sammlung verfassen. Er zeigt, wie sich die Kultussen jenen Moment vorstellen, in dem Museumsdirektor Matthias Frehner vom Testament erfuhr. In einer weiteren Rolle: Ruth Gilgen, die Mediensprecherin des Kunstmuseums Bern.

Michel la Belle


Nein, die Rede ist nicht von Michelle "La Belle" Hunziker, sondern von Chantal Michel, der Berner Künstlerin, die zurzeit eine ehemalige Kirche in Zürich bewohnt und bespielt (was eigentlich dasselbe ist). Die Kultussen sind bekennende Fans und wir sind auch Leserinnen des Schweizer Lifestyle-Magazins "Annabelle". Nun befragte die "Annabelle" Chantal Michel für die Serie "Meins", welche jeweils auf der letzten Magazinseite abgedruckt wird und in der Berühmtheiten ihre Beauty- und Lifestyletricks verraten. Und die zufälligerweise unsere Lieblingsrubrik ist.

Michel und "Meins", wir mögen beide sehr, und müssen doch sagen: zusammem passen sie nicht. Denn statt voyeuristische Einblicke ins Innen- oder treffender: Aussenleben einer berühmten Person, gibts bei den Punkten "Praktisches", "Mode" oder "Schönheit" vor allem PR für Michels neustes Projekt. Dem hätte die "Annabelle" besser eine Seite unter der Rubrik "Kunst" gewidmet. Und uns stattdessen verraten, welche Pflegeprodukte Michel auch mit 46 Jahren noch so jung und zauberhaft aussehen lassen!

Infos zu Michels aktuellem Kunstprojekt gibts hier.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Die Kunst-Streber von 2014


Das Louise Aeschlimann und Margareta Corti Stipendium der Bernischen Kunstgesellschaft (1813 gegründet) ist das bedeutendste private Kunststipendium des Kantons Bern. Die Stifterinnen hatten einst das Ziel definiert, "arme strebsame Talente" zu fördern.  Jonas Etter (Hauptpreis) und Kyra Tabea Balderer (Förderpreis) gehören zu den diesejährigen Gewinnern. Ihre Werke sind...


...zurzeit im Kunsthaus Langenthal zu sehen. Auch Urs Zahn vom Duo Annina Matter/Urs Zahn...


...und sein Alter Ego dürfen sich über einen Hauptpreis freuen.


Kyra hat gut lachen - ihre Strümpfe passen perfekt zu ihrer Kunst. Das gibt den Kultussen-Oscar noch obendrauf.

Infos: www.kunstgesellschaftbern.ch

Dienstag, 6. Mai 2014

Ob das Mona mundet?


Wie wir dank der App "Quizduell" wissen, hat Mona Lisa keine Augenbrauen. (Diese Mode sollte man nach den jetzt aktuellen Breschnew-Balken unbedingt einführen). Nun hat Mona Lisa aber auch keinen Mund mehr, wie dieses Werbeplakat beweist. Ob der von Kunsthistorikern auch schon als Hermaphrodid bezeichneten Grande Dame darüber endgültig das mysteriöse Lächeln vergeht?

Sonntag, 4. Mai 2014

Der Lion King auf Schloss Jegenstorf


Wo ein Kronleuchter hängt, sind die Kultussen nicht weit. Heute sind wir auf Schloss Jegenstorf und lassen uns durch die Sonderausstellung "Ein Kaiser zu Gast. Haile Selassies Staatsbesuch 1954" führen.


Zahlreiche Dokumente zeugen vom Medienspektakel rund um den exotischen Staatsbesuch. Haile Selassie, der letzt Kaiser von Abessinien, reiste mit 3000 Kilo Gepäck an. Da wird es sogar einer Kultusse mulmig. Wieviele Hüte, Schuhe und Taschen der wohl dabei hatte?


Konservatorin und Kuratorin Murielle Schlup winkt im Stile des Kaisers und führt durch die attraktive Schau...


...mit äthiopischer Kunst, die an heutige Comics erinnert.


Hier - im einstigen Büro von General Guisan - schlief Selassie während seines Aufenthalts.


Diese Haare stellen den mit einer Löwenmähne verzierten Kopfschmuck des Herrschers nach.


Gastgeschenke: Ein Schild und Elefantenzähne. Damals noch politisch korrekt.


Ein Löwe - Symboltier der Herrschers - sitzt auf dem Roten Teppich, der den Besucher durch die Ausstellung führt.


Tischlein deck dich: So oder ähnlich dinierte der Herrscher und die sieben Bundesräte mit ihren Gattinnen.


Genau so winkten die Kinder mit den Fähnchen, als Haile Selassie bei uns eintraf. Das Mädchen mit dem weissen Häubchen ist die Tochter des damaligen Schlosswartes.


Ein Schlenker zur Rastafari-Religion. Wer Bob Marley hört, kann immer wieder Referenzen auf den heute umstrittenen "König der Könige" hören. Strenggläubige Rastafaris halten ihn für ihren wiederauferstandenen Messias.


Abends gehen wir dann ins Restaurant Injera (Gesellschaftsstrasse 38, 3012 Bern) äthiopisch essen und wissen dank unserer Bildungsreise: Das, was hier an der Wand hängt, ist kein Hut, sondern ein Schild! Das Essen und das Bier sind etwas gewöhungsbedürftig. Wir haben immer ein wenig zu wenig Teig zur Hand und hinterlassen mit blossen Händen essend ein ziemliches Schlachtfeld. Erlebnisküche halt:



Ausstellung:  7. Mai bis 19. Oktober auf Schloss Jegenstorf.

Samstag, 3. Mai 2014

Züri rännt


Wer diese Tage die Zürcher Bahnhofstrasse auf der Jagd nach Prada- oder Gucci-Devotionalien runter rännt...


...stösst auf die 50 Quadratmeter grosse LED-Videoinstallation des englischen Künstler Julian Opie.


Vorsicht vor Kollisionen: Die urban-anonymen Menschen marschieren mal von rechts und mal von links über die Glasfassade und dies natürlich im raschen Zürcher-Modus. Schon mal was von flanieren gehört?

Freitag, 2. Mai 2014

Joseph-Beuys-Moment an der BEA


Sind wir in einer Joseph-Beuys-Ausstellung gelandet? Nein, wir sind an der Berner Ausstellermesse BEA. Und das ist keine Kunst, sondern einfach ein vielschichtiger Stuhl. Und wenn wir schon dabea sind - hier noch ein Takashi-Murakami-Moment: