Donnerstag, 10. April 2014
Welches ist die Farbe der Saison?
Wenn die Kultusse ihre Redaktionskolleginnen kurz vor der heure bleue beim Blau machen betrachtet, kommt sie zum Schluss: Yves-Klein-Blau ist eideutig die Farbe der Saison.
Die Kultussen @ da Mihi
Es gibt wieder einmal eine Gelegenheit, uns live zu erleben: An der Ausstellungsvernissage von Marialuisa Tadei in der Galerie da Mihi am Bubenbergplatz machen wir eine Einführung ins Werk der italienischen Künstlerin, die schon an der Biennale Venedig ausgestellt hat, und zwar am 8. Mai um 18.30 Uhr. Wir freuen uns, Sie dort persönlich kennen zu lernen!
Mittwoch, 9. April 2014
Museumspersonal im Fokus XII: Der PR-Terminator
Er (oder auch sie, in diesem Fall aber: er) ist für die PR eines
Museums zuständig, fühlt sich aber insgeheim mehr als dessen Direktor.
Entsprechend unmotiviert erledigt er seine Pflichten – oder auch nicht. Denn
Medienanfragen beantwortet er aus Prinzip nicht. Wagt es ein Journalist,
nachzufragen, erntet dieser erst einmal ein gehässiges Seufzen. Denn der
PR-Terminator ist nicht nett zu Journalisten. Er lässt sie auch mal im
Ausstellungsraum stehen oder jagt sie mit der Peitsche an den Bildern vorbei.
Und er sagt ihnen ins Gesicht, dass er ihren Job viel besser erledigen könnte
(obwohl er sich innerlich eher als Chefredaktor denn als einfacher
Schreiberling fühlt). Wenden sich die Medien schliesslich von diesem Museum ab,
schreibt der PR-Terminator böse Briefe. Wirft ihnen vor, dass sie ihre
Rolle nicht wahrnehmen. Und der Journalist antwortet: Nun ja, das ist halt auch
schwierig ohne Informationen...
(Bild: Still aus "The Terminator")
Dienstag, 8. April 2014
Sept auf einen Streich
Fotografie-Liebhaber aufgepasst: Es gibt ein neues Onlinemedium, sept.info. Initiiert wurde es unter anderem vom Berner Fotografen Michael von Graffenried. Obwohl namhafte Autoren (vornehmlich auf Französisch) alle möglichen Themen von Politik über Wirtschaft bis Kultur abhandeln, ist das Magazin, dessen beste Beiträge einmal pro Woche in gedruckter Form ausgeliefert werden, bedonders für Fotografie-Fans interessant. So sind nicht nur Beiträge von renommierten Fotografen wie René Burri zu sehen, sondern ganze Fotoreportagen, die in grossen Zeitungen kaum mehr Platz finden. Zudem führt von Graffenried einen Fotoblog. Qualität hat aber ihren Preis: So gibt es die Inhalte nur gegen ein Abo abrufbar (99 Franken pro Jahr).
Sonntag, 6. April 2014
15 Werke gegen Kunstfrigidität
Frau Roten ruft auf, man möge sich bei ihr melden und versuchen, ihr zu künstlerischer "Erregung" zu verhelfen. Challenge accepted! Wir präsentieren an dieser Stelle 15 Kunstwerke/Kunstmomente, die uns zum Weinen, Lachen, Schämen, Nachdenken oder Rasen gebracht haben
–
und hoffen, dass der Funke überspringt.
Samstag, 5. April 2014
Selbstporträt mit Aprikosenkernen
So, wieder einmal ein Kultussen-Selfie. Aber bei den vielen Sonnenstrahlen, die gestern in die Galerie da Mihi am Bubenbergplatz drangen, war es auch schwierig, die Kunstwerke in den Vitrinen zu fotografieren, ohne dabei das eigene Anlitz zu erwischen.
Viel interessanter als die Selbstdarstellung sind aber die bis am 3. Mai ausgestellten Werke der beiden Schweizer Künstler Claudius Weber und Adrien Rihs. Ersterer begeistert mit seinem filigranen Handwerk. So schnitzt er unter anderem Werke aus Bleistiften oder Aprikosenkernen (siehe Selfie):
Adrien Rhis schuf seine grossformatigen Inkjetprints hinter Acrylglas eigens für die Ausstellung mit dem Titel "Magnetfelder":
Freitag, 4. April 2014
Versailles auf Balkonien
Sie sind eine Sonnenkönigin und träumen von Versailles? Dann ist dieser Buchs aus der Migros ein guter Anfang. Aber giessen Sie ein bisschen fleissiger als die Kultusse, sonst wird das Blattwerk gelb. Wie heisst das schon wieder? Indian Summer.
Museumspersonal im Fokus XI: Die Audioguide-Flüsterin
Sie (natürlich auch möglich: er) bringt ein abgeschlossenes Studium der Kunstgeschichte mit, vorzugsweise mit mehrjähriger Berufserfahrung in einem Kunstbuch-Verlag oder als Verfasserin von Katalogstexten, aber mit der erotischen Stimme einer 22-jährigen Studentin nach einer durchzechten Nacht. Wochenlang muss sie sich durch kunsthistorische Wälzer lesen und das Erlernte schliesslich in zwei knackigen, allgemein verständlichen und Wikipedia tauglichen Sätzen zusammenfassen. Bei Wikipedia abschreiben darf sie nicht, das würde ihr Honorar nicht legitimieren, das ihr zwei vollständige Mahlzeiten garantiert. Dankbar, unselbstständigen Museumsgängern mit ihren Audioguide-Texten zu etwas Erleuchtung verholfen zu haben, legt sie später eine kometenhafte Karriere bei einem Lokalradio hin. Dort darf sie auch mal bei Wikipedia abschreiben.
Donnerstag, 3. April 2014
Dufte Kunst
So, unser Kunstwerk ist fertig. Es ist ein Triptychon. Und es riecht nach Nivea. Aus diesem Anlass noch einmal ein Gedichtausschnitt, dieses Mal von Friedrich Nietzsche:
"Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schein, -
Weh dem, der keine Heimat hat!"
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