Nein, das ist kein Fallfehler im Titel. Wir sind nicht in Kairo, sondern im Restaurant Kairo in Bern. Dieses präsentiert sich momentan in rustikalem Charme. Besonders hübsch: Die Stickbilder nach Anleitung. Wen erinnern die nicht an die eigene Kindheit?:
Und auch hier treffen wir auf die Kunst des Scherenschnitts, die ja immer noch en vogue ist:
En Guete!
Sonntag, 28. April 2013
Samstag, 27. April 2013
Samstag, 20. April 2013
Kunstvolle Tischsets
Die Brasserie Lorraine überrascht immer wieder mit kunstvollen Tischsets. Hier eine Auswahl der letzten Wochen:
Und in dem hier dargestellten Garten dürfen wir, so Petrus will, bald auch wieder speisen:
Sonntag, 14. April 2013
Nerdige Töne
Zugegeben, diese Meldung hat im Netz bereits die Runde gemacht: Es gibt ein Onlinemuseum für gefährdete Töne - das Museum of Endangered Sounds. Die Idee gefällt uns so gut, dass wir uns selbst ein paar Gedanken über Geräusche gemacht haben, die wir vermissen und uns zurück in den Alltag wünschen. Dazu gehören:
Und welche Töne möchten Sie vor dem Aussterben schützen?
Und welche Töne möchten Sie vor dem Aussterben schützen?
Freitag, 12. April 2013
artys@work
Eva Inversini tanzt über das Parkett (Kunsthaus Grenchen)
Bernhard Bischoff klebt die Wand an ;-) (Galerie Bischoff und Partner)
Bice Curtiger fährt Töff (Kunstbulletin)
Matthias Frehner ist noch nicht da (Kunstmuseum Bern)
Und die Kultusse kontempliert Kunst (ebenda)
Samstag, 6. April 2013
Wahre Werbung über fehlende Farben
Werbung hat ja bekanntlich nicht immer Recht. Aber dieses Inserat der Nationale Suisse spricht der Kultusse aus dem Herzen, welche diesen Blogeintrag auf ihrem silbrigen Notebook eintippt, während die schwarzen Autos vor der Wohnung vorbeifahren. Immerhin leuchten beim Schreiben die feuerroten Fingernägel in ihrem Blickfeld. Und bald schon werden die farbigen Blumen spriessen. Das verspricht zumindest die Wetter-App auf dem weissen Smartphone...
Freitag, 5. April 2013
Morbide Cornflakes sind auch Kunst
"Franken Berry"? "Count Chocula"? Was haben denn die Figuren aus der Zwischenwelt auf Cornflakes-Packungen verloren? Das fragte sich wohl auch der 1975 geborene Texaner Künstler Tom Holmes und holte die Kartons kurzerhand in den Museumsraum - aktuell in die Kunsthalle Bern. Holmes Arbeiten drehen sich um Grabeskunst. So gesehen passen die morbiden Cornflakesfiguren allemal in sein ironisches Oeuvre. Und finden nicht nur auf Bildern, sondern auch auf "Grabtüchern" ihren Platz:
Als erstes treffen die Besucher der Kunsthalle aber auf diesen schicken Schlitten, der direkt einem Tarantino-Film entsammen könnte. Von "Death Proof" zu Grabeskunst sozusagen:
Weitere Impressionen aus der Ausstellung:
Zu sehen gibt es "Temporary Monument" bis am 26. Mai.
Donnerstag, 4. April 2013
Baum Ahoi
Wir finden: Tätowiert lieber Bäume, statt eure Oberarme. Der Berner Künstler Kaspar Bucher hat diesen Anker mit Laser in Eschenholz gefräst. Entdeckt haben wir das Werk in der Galerie Bernhard Bischoff & Partner im Progr. Dort läuft noch bis am 20.4 die Ausstellung "Zwischenspiel" ausschliesslich mit Arbeiten von Kunstschaffenden, die ein Atelier im Progr haben.
Mittwoch, 3. April 2013
Ein Müllsack, der Oppenheim-Brunnen und die Vox Populi
Ist das Kunst im öffentlichen Raum? Die Kultussen sind sich nicht sicher. Immerhin hat die vor einem Jahr ins Leben gerufene Kommission für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bern die Absicht, in Zukunft nur noch ephemere Werke anzukaufen. Dies bestätigt die Kommissionsleiterin in diesem Interview. Auch die Tatsache, dass der Sack bloss eine Stunde lang an der Fassade hing, beantwortet die Frage nicht. Denn es könnte sich ja um ein sehr, sehr schnell vergängliches Kunstwerk handeln.
Im Zentrum der Diskussion um Kunst im öffentlichen Raum steht ja zurzeit der sanierungsbedürftige Oppenheim-Brunnen auf dem Waisenhausplatz. Auch darüber berichten die Medien – nachzulesen beispielsweise hier. Wer auf den Link klickt, gelangt unweigerlich auch zu einer Onlineumfrage, ob der Brunnen überhaupt gefällt oder nicht. Dies rief unlängst mehrere Kolleginnen und Kollegen auf den Plan, die sich enervierten, dass man ein solches Werk gar nicht in Kategorien wie schön und unschön einzuteilen habe. Ideologisch gesehen haben sie natürlich Recht und auf einer kunsttheoretischen Ebene spielt es keine Rolle, ob ein Werk schön ist oder nicht. Aber wie sagte schon Meret Oppenheim? „Man soll den Leuten das hinstellen, was ihnen Freude macht.“
Da nun mal Dinge, die wir als schön empfinden mehr Freude bereiten als solche, die wir subjektiv als unschön betrachten, liegt es auf der Hand, dass in einer Diskussion um den Oppenheim-Brunnen zwangsläufig die Frage nach dem Gefallen fällt. Diese Konfrontation mit dem öffentlichen Geschmack ist durchaus angestrebt von der Künstlerin und führt ja nicht dazu, dass der Brunnen, bloss weil er polarisiert, auf ein braves Niveau zurücksaniert werden muss.
Wenn man der Vox Populi das Schön-Unschön-Denken streitig macht, trägt man indirekt zu jenem elitären Diskurs bei, der die Kunst in der öffentlichen Wahrnehmung immer wieder in Verruf bringt. Jede und jeder darf eine Meinung zu Kunst haben, darf einen Brunnen als schön oder hässlich bezeichnen. Die wissenschaftliche Einordnung eines Werks findet ja auf einer anderen Ebene statt. In diesem Sinne: Uns gefällt der Oppenheim-Brunnen. Oder wie sagt man heute? I like!
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