Freitag, 18. Februar 2011

Was macht einen Künstler aus?



 Kommentarschreiber Michael fragt, was denn ein „richtiger Künstler“ sei? Wir haben uns überlegt, anhand welcher Kriterien sich ein professioneller Kunstschaffender – im Unterschied zum „Hobbykünstler“ – definieren lässt, und sind auf folgende vier Punkte gekommen:

- Der professionelle Anspruch an sein eigenes Schaffen (Technik und Inhalt)
- Ein eigener künstlerischer Ausdruck in Technik oder Konzept (das kann auch die Weiterentwicklung eines bestehenden Ansatzes sein)
- Hinter der Technik oder dem Sujet steckt eine Fragestellung, beziehungsweise ein Konzept  (jemand malt also nicht einfach wild drauf los, wild drauflos Malen kann aber durchaus ein Konzept sein)
- Die vierte Komponente ist ein nicht zu beeinflussender Mix aus Talent (Genius), Kreativität, Glück und Zufall, Netzwerk und Marktsituation

Was sind Ihrer Meinung nach die Kriterien?

Kommentare:

  1. Danke fürs Gedankenmachen - ich fühle mich geehrt. Ich glaube, Ihr seid des Pudels Kern schon ziemlich nahe. Nur ist es so:
    Eure Punkte 1 und 2 gelten zweifelsohne auch für Amateure. Punkt 3 schliesst sich selber aus (siehe euer Beispiel). Bleibt noch Punkt 4.
    Und das ist der Interessanteste daran. Ein "nicht zu beeinflussender Mix aus Talent, Kreativität, Glück und Zufall, Netzwerk und Marktsituation".
    Wobei ich der Meinung bin, dass "Zufall, Netzwerk und Marktsituation" wohl entscheidender sind. Und zumindest Netzwerk und Marktsituation beeinflusst werden können.
    Woraus sich schliessen lässt, dass die Professionalität in erster Linie vom eigenen Auftreten am Markt und seinem Netzwerk (Cüpli trinken an der letzten Vernissage) abhängt. Rosige Aussichten.

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  2. Ich möchte Michael fragen, was denn Amateuere seiner Meinung nach sind, wenn sie sich auch solche Fragen stellen, die Punkt 1 und 2 beinhalten.

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  3. Gemäss dem hier kommentierten Blog-Eintrag ein "Hobbykünstler", eben...

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  4. naja, der "Hobbykünstler" ist ja auch nur mittels oben genannten Kriterien definert. Wenn Sie aber die Kriterien für falsch, bzw. unangebracht halten, muss es ja eine andere Unterscheidungsweise geben, oder?

    Miko

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