Donnerstag, 19. Januar 2012

Mangiare con Arcimboldo


Nicht nur die biologisch korrektesten Blumen und die schönsten Bouquets sondern auch die  kunstvollsten Servietten gibt es in der Blumen- und Hofboutique flair, Kramgasse 60, Bern. www.blumenflair.ch

Mittwoch, 18. Januar 2012

Durchgeknallte Künstler am TV

Die meisten Kunstschaffenden, denen wir begegnen, sind ziemlich normal. So normal, wie kreativ Arbeitende ohne feste Arbeitszeiten und von aussen aufgezwängte Kleiderregeln halt sind. Aber wenn wir den Fernseher einschalten, präsentiert sich uns in Filmen und Serien das Bild von total durchgeknallten Kunstschaffenden. Offenbar sind in den Köpfen der Drehbuchschreiber einige Klischees vorherrschend:

Julianne Moore schwebt in „The Big Lebowski“ nackt über die Leinwand und ist hinter dem Sperma des Dudes her:

Cher spiel in "Die Hexen von Eastwick" eine verwittwete Plastikerin, die sich in den - SPOILER ALERT -  Teufel verliebt, ihn mit zwei anderen Fauen teilt, seinen menschlichen Körper schliesslich tötet und das sein Kind austrägt:


Luke Wilson spielt in "The Royal Tenenbaums" einen Künstler mit Schweissband, der in seine Adoptivschwester verliebt ist und etliche Neurosen aufzuweisen hat:


In "Taking Lives" spielt Ethan Hawke einen sympathischen Künstler, der sogar mit Angelina Jolie ins Bett darf - bis sich herausstellt, dass - SPOILER ALERT - er der gesuchte Serienmörder mit Mutterkomplex ist:


Apropos Mörder: Hannibal Lecter sah sich auch als Künstler:


Die Künstler in "Artists and Models" sind keine Mörder, sondern gute Menschen und fleissige Zeichner. Weil aber einer von ihnen eine geheime Formel öffentlich macht, geraten sie in ein turbulentes Agentenabenteuer und retten am Ende die Bevölkerung:




Isaac Mendez malt in der Serie „Heros“ Bilder unter Heroin-Einfluss, wobei seine Augen weiss werden und seine Sujets den Weltuntergang vorher sagen:

In der Serie „Dexter“ arbeitet die irre englische Künstlerin Lila gerne mal mit Flammen, um ihren Werken das Finish zu geben:


Und immer wieder werden Kunstschaffende als asoziale, bindungsunfähige Typen dargestellt, etwa in der Serie "Sex and the City":


Jeff Goldblum als Künstlerfreund in "Nine Month":


Oder die Figur Richard in der Serie "Caroline in the City":




Kennen Sie solche Künstler in der Realität? Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen, wir sind gespannt!

Dienstag, 17. Januar 2012

Hochstehende Tea-Room-Kunst @ Glatz

Auch ein kurzer Lunch reicht aus, um in den Genuss von Kunst zu kommen. Die Kultussen sind zwar immer skeptisch, wenn es ums Thema Tea-Room-Kunst geht, aber auch diese kann überzeugen. Etwa beim Glatz-Beck im Einkaufszentrum Westside, Bern-Brünnen:



Die monumentalen Fotografien von Eisbergen und nordischen Landschaften stammen vom Berner Werbe- und Kunstfotografen Guy Jost.

Montag, 16. Januar 2012

Gold und Diamanten im Strassenbelag

Liebe Künstlerinnen und Künstler aufgepasst: Wenn Sie Ihre Skulpturen oder Rahmen mit echtem Gold überziehen wollen oder einen mit Diamanten bestückten Totenschädel planen, liefert dieses Video die Antwort, wie Sie gratis und franko zum Arbeitsmaterial kommen:


Klar, wenn Sie im Strassenbelag nach Gold und Edelsteinen suchen, ist Geduld gefragt. Aber wo könnten Sie in Bern oder anderen Schweizer Städten fündig werden? Gibt es bei uns einen Diamond District? Hm, vielleicht sollten die Kultussen mal ein bisschen vor der Bucherer-Filiale herumlüngeln...

Sonntag, 15. Januar 2012

Impressionen vom Galerienwochenende


Geraldine Magni, Kunsthistorikerin aus Fribourg, in der Galerie Krethlow, bestaunt  Irene Bisangs Malerei. Die Künstlerin ist eine Schülerin von Neo Rauch, wie wir erfahren.


Der Galerist Michael Krethlow: Galerienwochenende hin oder her - Wein mag er nicht ausschenken. Man soll sich bei ihm auf die Kunst konzentrieren. Dafür serviert er später in seinem "Lehrerzimmer" im Progr einen umso edleren Tropfen.


Zart und düster zugleich sind die kleinformatigen Bilder von Irene Bisang.


Künstlerin Sylvia Hostettler und Galeristin Beatrice Brunner in der Galerie Beatrice Brunner "posen" nur mässig gerne. Immer diese Paparazzi!


Objekte aus  Sylvia Hostettlers Serie "Okulat". Während wir im Nebenraum das dazugehörige Video schauen und dabei im Dunkeln munkeln und uns fragen, was "Okulat" bedeutet, kommt uns die glänzende Idee, das Wort mit dem Smartphone zu googlen. Es bedeutet "Pflanzenveredelung". Schon wieder etwas gelernt!


Wo Fritz & Bernd (Nicht Clever & Smart) auftauchen, gibt es meist gute Kunst oder ein spannendes Theaterstück zu sehen.


Bei DuflonRacz geht es angeblich um den Begriff "Dayiyi", der soviel wie "Menschenfresser" bedeutet. Ist das ein Schrumpfkopf oder ein Panettone?


Jedenfalls geht es bei der Installation des Künstlerkollektivs Makrout Unité abgründig-exotisch zu und her.


Wer schaut hier was an?


In der Galerie Christine Brügger - bekannt für "Trompe l'oeil"  Malerei - verliert sich die Kultusse zuerst in einem "Teich" mit Kois...


 und schliesslich in goldenem Glanz...


Bernhard Bischoff in seiner Galerie im Progr (vor einem Gemälde von Andy Harper)  mag Pflanzenmetaphorik nicht nur auf Gemälden...


...sondern auch in echt. Tulpen im Winter ? Ob das nachhaltig korrekt ist? Sieht jedenfalls bezaubernd aus.

Samstag, 14. Januar 2012

Freitagnacht @ bienbar

Auch im Ausgang ist Kunst omnipräsent - etwa in der bienbar in Biel:


Das Wandgemälde stammt vom Solothurner Künstler Onur, der unlängst das Albumcover des Rappers Kool Savas gemacht hat. Durch das UV-Licht, welches das Bild von oben bestrahlt, scheinen die weissen Strassenlaternen tatsächlich zu leuchten.

Dargestellt ist übrigens der vor der Bar liegende Guisanplatz:


www.bienbar.ch

Freitag, 13. Januar 2012

Inspiration für Berner Kunstschaffende: Häkeln!

Liebe Berner Künstlerinnen und Künstler,
wie wärs mal wieder mit etwas Street Art - am liebsten so praktisch und charmant wie die Werke von Juliana Santacruz Herrera, die Löcher im Belag Pariser Strassen mit ihrer Häkelkunst "flickt":

(Quelle: joannagoddard.blogspot.com)

Die Kultussen schauen in Zukunft beim Herumlaufen vermehrt auf den Boden, wer weiss, was für Kunst wir dort unten entdecken!

Donnerstag, 12. Januar 2012

Baden mit Claude Lorrain


Dieses Licht!  Keiner konnte so lyrisch-romantisch malen wie der französische Barockmeister Claude Lorrain (1600-1680). Seine Stadtansichten beruhten auf präzisen Naturbeobachtungen . Nichtsdestotrotz benutzte Lorrain seine Phantasie und liess allzu Weltliches weg, um so eine erhabene Stimmung zu erzeugen

 
Vom Label "We Are Handsome" haben wir nun  einen Badeanzug mit einer lorrainschen Stadtansicht entdeckt mit dem es sich bestimmt kunstvoll baden lässt. Dieses Licht! Der Sommer soll kommen...


...denn wir haben Sehnsucht nach "Seehafen bei aufgehender Sonne."

Kunstbücher 2012: Must haves!


Die Kultussen schmökern gerade in den neuen Verlagsprogrammen der Kunstbuchverlage. Wir freuen uns 2012 sehr auf:

- "Ist das Kunst oder kann das weg?" von Christian Saehrendt (Dumont): Witziges rund um die diesjährige documenta in Kassel, wo sich die Kultussen (hoffentlich) auch in der Kunst verlieren werden. Und der in Thun lebende Autor weiss, wovon er spricht, schliesslich wurde er in Kassel geboren - ein echtes documenta-Kind eben.

- Das Gesamtwerk von "Caspar David Friedrich" im Prestel-Verlag, weil uns seine Bilder so schön traurig stimmen. Anzuschauen mit trauriger Musik, vielleicht mit diesem Song.

- "Gustav Klimt. Die Zeichnungen" (Hirmer): Unbekannte Facetten, für einmal ohne Goldglanz

- "Claude Lorrain. Die verzauberte Landschaft" (Hatje Cantz): Weil wir Lorrain lieben, seit wir uns für die Lizprüfung durch sein Gesamtwerk büffeln mussten...

- "Horror Cinema" (Taschen): Da gehts zwar mehr um Film denn um Kunst, aber immerhin haben die Romantiker so manch eine (ästhetische) Vorlage für die Horrorfilmer geliefert!

Und unser Lieblingstitel (wortwörtlich):

- "Augapfelmassage" von Pipilotti Rist (Prestel): Bitte nachmachen!

Mittwoch, 11. Januar 2012

Museumspersonal im Fokus VII: Der Metal(l)-Techniker

Er sieht aus, als komme er von oder ginge gleich an ein Metal-Konzert, dabei ist sein Arbeitsbereich Metall, Holz, Kabel und Farbe: der heavy Museumstechniker - wir verzichten hier aus offensichtlichen Gründen auf die weibliche Form (dafür trägt dieses Museumspersonal auch gerne mal die Haare lang). Kunst findet er interessant, vor allem dann, wenn sie in Form einer verstaubten VHS-Kassette, einer 10'000-teiligen Installation oder einem frei im Raum schwebenden Rahmen daher kommt. Stundenlang tüftelt er an Ideen, wie er die Kabel von der Videoinstallation im Boden oder an der Decke verschwinden lassen kann, mit welchem Trick sich auch das grösste und schwerste ausgestopfte Tier mühelos an der Museumsdecke aufhängen lässt und welche Skulptur auf welchem Sockel am besten zur Geltung kommt – auf Sockeln, die er auch gleich selbst herstellt natürlich! Nicht selten greift er dafür auf Werkzeug zurück, das er zuhause fein säuberlich geordnet hortet. Denn auch wenn sein Haar zerzaust ist, dieser Herr hält strickte Ordnung wenn es um Stecker, Nägel und Holzlatten geht. Und es gibt etwas, was er über alle Massen liebt, was er anbetet und für jede Gelegenheit immer, aber auch immer mit sich herum trägt: DUCK TAPE, hierzulande schlicht Gaffa. Gaffa ist sein Aspirin, sein Windex, mit dem er nach der Arbeit auch einfache Knochenbrüche bei Haustieren behandelt, mit dem er Notizen für die Liebste am Kühlschrank befestigt und mit dem er sich den Garderobenschlüssel im Hallenbad auf die Brust klebt.