Heute hiess es an der Jahresmedienkonferenz des Zentrums Paul Klee "Ab ins Kreisli", wie man das noch aus der Schulzeit kennt! Dafür durften die Kultussen für einmal auf der Bühne des Auditoriums Platz nehmen:
Aber das wichtigste ist natürlich das Jahresprogramm - schliesslich werden wir im laufenden Jahr eifrig darüber berichten! Also, hier unsere Highlights:
- "Unheimlich. Hexen, Geister und Dämonen bei Paul Klee": Auf diese Sammlungsausstellung freuen wir uns, denn sie deckt ein paar unserer Lieblingsthemenfelder ab (10.3.-20.5.)
- "L'Europe des esprits - die Magie des Unfassbaren von der Romantik bis zur Moderne": Werke von Johann Heinrich Füssli und Caspar David Friedrich reichen als Argument, diese Ausstellung zu besuchen (31.3.-15.7.):
- "Engel": Nein, keine Angst, wir gehen nicht etwa unter die Heiligen. Aber wo Engel sind, sind die Gefallenen auch nicht weit - jedenfalls nicht im Werk des ironischen Paul Klees ;-) (26.10.-20.1.13)
Dienstag, 10. Januar 2012
Montag, 9. Januar 2012
Viel Botanik am Galerienwochenende
Sylvia Hostettlers Wachsobjekte in der Galerie Beatrice Brunner:
Andy Harpers Malerei bei Bernhard Bischoff & Partner:
Reto Camenischs Fotografie bei Bernhard Bischoff & Partner:
Urs Brunners Malerei bei Martin Krebs:
und vieles mehr.
Apps für Kunstfans
Die Berner Kunstwelt erhält am 1. Februar eine eigene App, wie uns dieses Inserat im Programmheft des Galerienwochenendes verrät:
Die Kultussen haben auf ihren Smartphones (jetzt machen wir mal ausnahmsweise keine Werbung für Apple) schon ein paar Kunst-Apps. Hier unsere Favoriten:
"Masterpiece Me!"
Zugegeben, das ist nicht die hochstehendste App auf dem Markt, aber dafür eine witzige: Einfach jemanden fotografieren und seinen Kopf in eines von 120 Meisterwerken einsetzen. Wir haben mit unserer Textperson M.L. aus B. einen Versuch gewagt:
Hm, das gefällt uns noch nicht so gut. Da man aber den Kopf drehen und vergrösseren und sogar den Farbton des Gesichts ändern kann, ergibt es dann doch noch ein tolles Bild:
M.L. ist selbst überrascht, wie gut sie sich als Madonna macht. Aber was trägt die Madonna denn da? Eine Hipster-Brille? Wem das zu weit geht, kann seinem Ärger mit dieser App Luft machen:
"Punch a Hipster"
Der Titel sagt alles:
So, jetzt aber etwas hochstehender...
"Brushes"
Der New Yorker liess unlängst ein Coverbild von einem Künstler herstellen, der mit seinen Fingern auf dem Telefon-Display "malt". Das hat so ausgesehen:
Die Kultussen sind nach unzähligen Monaten und wunden Fingerkuppen erst auf diesem Niveau (ca. 12-jährig):
Wo es echte Kunst vom Strassenkünstler Banksy zu bestaunen gibt, verrät und diese App:
"Banksy"
Frustrierend an der Sache ist, dass sich keine Arbeit in der Schweiz befindet. Man muss also schon etwas herumreisen, damit diese App Sinn macht. Also unbedingt runterladen vor dem nächsten UK-Trip!
Die Kultussen haben auf ihren Smartphones (jetzt machen wir mal ausnahmsweise keine Werbung für Apple) schon ein paar Kunst-Apps. Hier unsere Favoriten:
"Masterpiece Me!"
Zugegeben, das ist nicht die hochstehendste App auf dem Markt, aber dafür eine witzige: Einfach jemanden fotografieren und seinen Kopf in eines von 120 Meisterwerken einsetzen. Wir haben mit unserer Textperson M.L. aus B. einen Versuch gewagt:
Hm, das gefällt uns noch nicht so gut. Da man aber den Kopf drehen und vergrösseren und sogar den Farbton des Gesichts ändern kann, ergibt es dann doch noch ein tolles Bild:
M.L. ist selbst überrascht, wie gut sie sich als Madonna macht. Aber was trägt die Madonna denn da? Eine Hipster-Brille? Wem das zu weit geht, kann seinem Ärger mit dieser App Luft machen:
"Punch a Hipster"
Der Titel sagt alles:
So, jetzt aber etwas hochstehender...
"Brushes"
Der New Yorker liess unlängst ein Coverbild von einem Künstler herstellen, der mit seinen Fingern auf dem Telefon-Display "malt". Das hat so ausgesehen:
Die Kultussen sind nach unzähligen Monaten und wunden Fingerkuppen erst auf diesem Niveau (ca. 12-jährig):
Wo es echte Kunst vom Strassenkünstler Banksy zu bestaunen gibt, verrät und diese App:
"Banksy"
Frustrierend an der Sache ist, dass sich keine Arbeit in der Schweiz befindet. Man muss also schon etwas herumreisen, damit diese App Sinn macht. Also unbedingt runterladen vor dem nächsten UK-Trip!
Sonntag, 8. Januar 2012
Picasso der Schreiberling
Wussten Sie, dass Picasso auch gedichtet hat? Für die Kultusse, die die klassische Moderne während des Studiums etwas verschlafen hat (weil Mittelalter, Barock und Gegenwart mehr rockten), war das jedenfalls eine neue Erkenntnis. Das bunt gestreifte, in einem Brockenhaus gefundene Büchlein (Deutsche Verlags Anstalt, 2007) enthält sprachliche Perlen des Meisters. Man stösst auf Einträge dieser Art:
11-17. März 1937
samtener Eierbecher treibt aus dem Meer die knospenden Perlmuttsysten zwischen den Lippen verbirgt hinter den Gitterstäben das Verlangen in der Enge seines Gefängnisses das in Fanfarenstössen aufbrandet im hellen Kerzenschein
im hellen Kerzenschein hinter den Gitterstäben samtener Eierbecher der die knospenden Perlmuttzsysten aus dem Meer treibt zwischen den Lippen verbirgt das Verlangen in der Enge seines Gefängnisses das in Fanfarenstössen aufbrandet
samtener Eierbecher (...)
Picasso Gedichte, S.102 DVA, 2007
Das muss vielleicht ein Spass für den Übersetzer gewesen sein!
Und hier noch ein schönes Zitat von PP:
"Ein Bild kann ebenso gut mit Worten geschrieben werden wie man Gefühle in Gedichten malen kann."
Samstag, 7. Januar 2012
Do it yourself: Memento Mori
Die Kultussen üben an einem berühmten Bildbearbeitungsprogramm und lernen, Schätten zu machen. Mit etwas Geduld und Inspiration aus der mittelalterlichen Kunstgeschichte basteln - äh - mausklicken sie sich ein modernes Memento Mori:
Freitag, 6. Januar 2012
Krönen Sie sich kunstvoll
Heute ist Drei- Königinnen-Tag (zumindest für exaltierte Feministinnen). Aber als sich die Kultussen, die nicht rechtmässig erfressene Krone aufsetzten fanden sie: Das sieht ... eh... irgendwie unecht aus.
Und schliesslich haben wir im Kunstgeschichte Studium gelernt wie echtes Elfenbein (Der Professor begeisterte sich eher für die Figurinen, statt für die Elefanten) aussieht, was ein schöner Engel und was ein kitschiger Bengel ist und dass nicht alles, was glänzt Gold ist. Deshalb schlagen wir vor: Wenn Sie sich schon unbedingt krönen müssen, dann bitte so:
Und wenn Sie diese Kronen datieren können, dann sind Sie ein wahrer König der Kunstgeschichte. Die Kultussen erinnern sich vage an die ottonische Zeit (Krone 1). Dann haperts.
Und schliesslich haben wir im Kunstgeschichte Studium gelernt wie echtes Elfenbein (Der Professor begeisterte sich eher für die Figurinen, statt für die Elefanten) aussieht, was ein schöner Engel und was ein kitschiger Bengel ist und dass nicht alles, was glänzt Gold ist. Deshalb schlagen wir vor: Wenn Sie sich schon unbedingt krönen müssen, dann bitte so:
Und wenn Sie diese Kronen datieren können, dann sind Sie ein wahrer König der Kunstgeschichte. Die Kultussen erinnern sich vage an die ottonische Zeit (Krone 1). Dann haperts.
Postkarten aus dem Progr
Dieses von Progr-KünstlerInnen gestaltete Postkartenset hat uns erreicht und die Kultussen teilen ihre Freude gerne: Es ist erhältlich in der Galerienzone (Erdgeschoss) des Atelierhauses am Waisenhausplatz, oder zu beziehen über info@progr.ch.
Donnerstag, 5. Januar 2012
Kunsthalle: 1000 Mal besucht, 999 Mal überlesen
Die Kultusse hat mal nach unten gesehen und etwas Neues an der altbekannten Kunsthalle entdeckt, bzw unter ihren Füssen...
Mittwoch, 4. Januar 2012
Rumpelstilzchen krönt Obrist
Ein Buchstabenrätsel lud zum Gespräch mit dem Schweizer Kurator Hans Ulrich Obrist, dem laut dem britischen Magazin Art Review 2. wichtigsten Mann der Kunstwelt.
Die Techniker hatten zuerst mächtig Stress mit dem Beamer. Als Christian Herren von der Galerie Eletto endlich neben seinem Gast Hans Ulrich Obrist Platz nehmen konnte, sprang ein fuchsteufelswildes Rumpelstilzchen in Strumpfhosen auf die Bühne, klebte sich mit Klebeband den Mund zu, stürzte auf Herren und Obrist zu und krönte die beiden mit einer Königskuchen-Krone. Message: Ihr benehmt euch wie Könige und wollt anderen den Mund verbieten. Dahinter stecke die Marks Blond Galerie, erklärte Herren später und nahms gelassen. Er habe in einem offenen Brief die Beteiligung des Off Spaces an der diesjährigen Weihnachtsausstellung "Cantonale" kritisiert und dies sei nun wohl die Antwort darauf gewesen. Doch warum wurde der arme Obrist gleich mitgekrönt?
Vielleicht weil er tatsächlich so etwas wie ein König der Kunstwelt ist. Der Mann erzählte scheinbar ohne Atempause aus seinem spannenden Leben. Die Kultussen protokollierten fleissig und geben nun für alle, die gestern keinen Platz in der Turnhalle fanden, ein paar tolle Zitate wieder:
"In den frühen Neunzigerjahren war Kuratieren etwas Obskures. An der Uni dachte man 'Kurator' sei ein medizinischer Begriff. Heute wird der Begriff inflationär gebraucht. Köche, Präsidenten, Manager und Rapper kuratieren. Ein Journalist bezeichnete Barack Obama als Chief Curator der Bush Dynasty."
"Ich bin 1968 geboren. Als ich 1986 erstmals das Atelier von Fischli und Weiss besuchte, war das meine zweite Geburt."
"Was fehlt, muss man machen. Bücher, die fehlen, müssen geschrieben werden. So bin ich Autor geworden."
"Die Vergangenheit des Kuratierens interessiert mich nicht aus nostalgischen Gründen. Sie dient mir als Werkzeugkiste."
"Es ist mir ein Anliegen, die Brücke zwischen Literatur und Poesie und der Kunst wieder herzustellen."
"Ein Museum soll ein Ort der Transformation und nicht ein Hort der Objekte sein. Eine gute Institution hat die Wirkung eines Kraftfeldes."
"Im Trialog - To see someone with someone else- So haben viele spannende Ausstellungsprojekte ihren Anfang genommen."
"Jede Ausstellung kann eine andere Ausstellung beherbergen. So bespielte etwa ein Künstler in meiner ersten Ausstellung, die in meiner Küche stattfand, den Kühlschrank. Es ist wie bei diesen russischen Puppen, den Matrjoschkas."
"Harald Szeemann sagte immer, er sei ein Generalist."
"Während fünf Jahren bin ich jede Nacht mit dem Nachtzug in eine andere Stadt gefahren und habe mir tagsüber Ausstellungen angeschaut. Eine Grand Tour war das."
"Heute gibt es kein Kunst-Zentrum mehr. Das 21. Jahrhundert ist eine Polyphonie. Ich würde heute nicht mehr den Nachtzug nehmen, sondern nach Delhi oder Brasilien gehen. Ein Künstler muss nicht mehr nach Paris oder New York. Wir sind von diesem Zwang befreit."
"Wir brauchen wieder mehr Rituale. Eines meiner Rituale besteht darin, jeden Tag ein Buch zu kaufen."
Ein Blick ins Publikum beweist: Die Obrist-Jünger sehen irgendwie unheimlich aus. Oder hat das Marks Blond Rumpelstilzchen die verhext?
Sonntag, 1. Januar 2012
Abonnieren
Posts (Atom)

















